Neue Corona-Knallhartregeln in Teilen Andalusiens – Keine Treffen mehr mit mehr als sechs Personen, Bars und Restaurants schließen um 22 Uhr

30.09.2020 

Sevilla – Die andalusische Regionalregierung hat neue Verordnungen im Umgang mit der Corona-Pandemie beschlossen. Und diese treffen Teile Andalusiens hart. 

Die in den letzten zwei Wochen stetig steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen hat die andalusische Regionalregierung jetzt zum Handeln veranlasst. Mittwoch dieser Woche wurde ein Dekret beschlossen, das es in sich hat. 

Künftig sollen Zusammentreffen von mehr als sechs Personen verboten sein, das betrifft auch den engsten Familienkreis. Religiose Veranstaltungen und andere Events sollen, sofern sie stattfinden dürfen, auf maximal 30 Personen beschränkt werden. 

Besonders hart trifft die neue Verordnung allerdings ein weiteres Mal die Gastronomie in Spanien. Restaurants dürfen demnach nur noch bis 22 Uhr öffnen, zwischen die Tischen muss ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden und die maximale Auslastung darf lediglich 50% betragen. 

In Kraft treten die neuen Regeln in Regionen in denen die Infektionszahlen die kritische Marke von 500 Neuinfizierten innerhalb von 14 Tagen auf 100 000 Einwohner überschreiten. Zum Vergleich: in Deutschland liegt die Obergrenze bei lediglich 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner. 


Bislang sind von den neuen Restriktionen nur wenige kleinere Provinzen betroffen. Allerdings steigen die Infektionszahlen in ganz Andalusien erneut, insbesondere in den Städten Cordoba, Sevilla und Granada (Stand 30.09.20 /15.40 Uhr).  

Informationen zur aktuellen Sicherheitslage und Reisebeschränkungen in Spanien findet ihr in unserem Covid-19 Informations-Guide.